« Der Guide für jedes Budget »
Für einen leidenschaftlichen Gamer gibt es kaum etwas Schöneres, als den Gaming-Rechner von Grund auf individuell zu planen und in Eigenregie aufzubauen. Wenn auch Sie Ihren PC selber zusammenstellen möchten, aber noch nicht so recht wissen, worauf Sie dabei achten sollten, sind Sie hier genau richtig. Denn in diesem Beitrag gehen wir auf die Basics ein: Wir nennen und beschreiben die erforderlichen Komponenten und liefern zusätzlich einige praktische Tipps und Tricks für den Gaming-PC.
Gaming-PC zusammenstellen – diese Komponenten benötigen Sie
Bevor wir uns einigen konkreten Tipps zur Auswahl widmen, seien im Folgenden kurz allgemein die PC-Komponenten porträtiert, mit denen Sie sich auseinandersetzen und die Sie sich zulegen müssen, wenn Sie Ihren Gamer-PC zusammenstellen.

Gehäuse
Das Computer-Gehäuse ist jenes Element, in dem Sie die eigentlichen Komponenten für Ihren Gaming-Rechner unterbringen. Im Wesentlichen haben Sie die Wahl zwischen Mini-, Midi- und Big-Towern. Wie gross das Gehäuse des Computers sein sollte, hängt in erster Linie von der Grösse des Mainboards ab. Natürlich spielt aber beispielsweise auch eine Rolle, welche Datenspeicher oder welche Systemkühlung Sie installieren wollen.
Mainboard
Beim Mainboard handelt es sich um die Hauptplatine, die Sie mit allen anderen Komponenten koppeln. Somit sollten Sie sich vorab genau überlegen, welche Hardware Sie jetzt und eventuell in Zukunft integrieren möchten. Nur so können Sie die richtige Grösse des Mainboards bestimmen. Wichtig ist überdies die Kompatibilität der Platine mit sämtlichen Komponenten.
Prozessor
Die CPU (central processing unit) fungiert als Gehirn Ihres Computers. Sie ist sozusagen die Schaltzentrale, die dafür sorgt, dass Programme und eben Spiele auf Ihrem Rechner überhaupt laufen können. Für eine optimale Gaming-Erfahrung empfiehlt sich ein Prozessor mit einer hohen maximalen Turbo-Taktfrequenz sowie möglichst vielen Kernen und Threads.
Grafikkarte
Wenn Sie Ihren Gaming-PC zusammenstellen, sollten Sie der Grafikkarte besondere Aufmerksamkeit schenken. Sie ist so etwas wie das Herzstück des Gamer-Rechners, zeichnet sie doch für die Bildqualität verantwortlich, auf die es beim Spielen in höchstem Masse ankommt. Je leistungsstärker die GPU (graphics processing unit), desto spektakulärer das Spielerlebnis.
Arbeitsspeicher
Den Arbeitsspeicher können Sie sich als eine Art Kurzzeitgedächtnis vorstellen. In ihm legen Anwendungen temporäre Daten ab, auf die rasch zugegriffen werden muss. Anders ausgedrückt beinhaltet der Systemspeicher jene Befehle, welche die CPU liest und ausführt. Für das Gaming sind mindestens 16 GB RAM (random access memory) erforderlich.
Datenspeicher
Man unterscheidet zwei Arten von Massenspeichern: HDD (hard disk drive) und SSD (solid state drive). HDDs haben typischerweise eine hohe Speicherkapazität und kosten weniger als SSDs. Letztere sind dafür bedeutend schneller und weniger anfällig für mechanische Fehler. Für einige moderne Spiele benötigen Sie zwingend SSDs.
Netzteil
Wenn Sie Ihren Computer zusammenstellen, sollten Sie auch das Netzteil sehr sorgfältig auswählen. Es muss zum einen hochwertig verarbeitet und zum anderen ausreichend leistungsstark für Ihre geplanten Komponenten sein. Zur Wahl stehen nicht modulare, teilmodulare und modulare Netzteile. Sofern es Ihr Budget zulässt, sollten Sie ein teilmodulares oder modulares Netzteil bevorzugen. Warum das so ist, erklären wir bei unseren Tipps unten.
Systemkühlung
Damit die Komponenten nicht überhitzen und der Computer für das Gaming einwandfrei laufen kann, ist es erforderlich, die Wärme abzuleiten – wahlweise mittels Luft- oder per Flüssigkeitskühlung. Die Luftkühlung mit klassischen PC-Lüftern lässt sich leichter installieren und spart Geld. Wenn Sie stattdessen einen PC mit Wasserkühlern zusammenstellen, wird der Rechner effektiver gekühlt.
Peripheriegeräte
Bei PC-Peripheriekomponenten wie dem Bildschirm, der Tastatur und der Maus oder den Kopfhörern hängt vieles von Ihren individuellen Präferenzen ab, solange die Grundqualität stimmt. Am wichtigsten ist, dass Sie sich beim Spielen wohlfühlen und dass die Peripheriegeräte das Potenzial der Hardware in vollem Umfang unterstützen, sodass Sie es maximal ausschöpfen können.
Tipps und Tricks für den Gaming-PC
Sie wissen nun, welche Komponenten Sie grundsätzlich benötigen, wenn Sie Ihren Gaming-Rechner zusammenstellen. Mit den folgenden Tipps zum Computer konfigurieren tauchen wir noch ein bisschen tiefer in die Materie ein und zeigen Ihnen, wie Sie bei der Auswahl der Komponenten Zeit sparen und/oder die Leistung des Computers und damit einhergehend auch das Spielerlebnis verbessern können.
Tipp 1: Budget festlegen
Bevor Sie sich Gedanken darüber machen, mit welchen konkreten Komponenten Sie Ihren Gamer-PC zusammenstellen, sollten Sie sich überlegen, wie viel Sie dafür ausgeben können und wollen. Durch das Festlegen des Budgets tun Sie sich bei der Auswahl leichter, da Produkte aus bestimmten Preisklassen wegfallen. Wenn Sie einen möglichst günstigen Preis priorisieren, aber dennoch eine solide Qualität wünschen, sind Sie mit etwa 750 bis 850 Franken gut dabei. In diesem Fall sehen Sie sich jeweils bei den tendenziell niedrigpreisigen Produkten um. Möchten Sie einen High-End-Computer zusammenstellen, der die derzeit besten auf dem Markt verfügbaren Komponenten enthält, müssen Sie mit circa 4500 bis 5000 Franken rechnen.

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Tipp 2: Rechner zusammenstellen auf Basis einer Vorlage
Wenn Sie alle Einzelelemente für Ihren Gaming-PC selber zusammenstellen, raten wir Ihnen, sich zunächst umfassend allgemein über sämtliche Komponenten und ihr Zusammenwirken zu informieren. Nur so können Sie beim Vergleich verschiedener Produkte einschätzen, welche gut zu Ihren Anforderungen passen und dazu ein ansprechendes Preisleistungsverhältnis aufweisen. Wollen Sie nicht so viel Zeit für die Auswahl investieren, empfehlen wir Ihnen, sich im Internet nach Vorlagen umzusehen und einfach die Konfiguration, die Ihnen am besten gefällt, nachzubauen. Es gibt zahlreiche Experten, die immer wieder neue Gaming-Rechner zusammenstellen.
Tipp 3: SSD und HDD kombinieren
Was den Datenspeicher betrifft, kommen Sie um eine SSD heutzutage nicht mehr herum. Einige moderne Spiele setzen ein Solid-State-Laufwerk mittlerweile schon voraus. Das bedeutet aber nicht, dass Sie deshalb auf die Vorteile eines Festplattenlaufwerks verzichten müssen. Sie können auch beide Massenspeichertypen kombinieren. Verwenden Sie beispielsweise eine kompakte SSD mit geringerer Speicherkapazität als Boot-Laufwerk und nutzen Sie die übrigen Laufwerkschächte des Gehäuses für preisgünstige HDDs mit hoher Speicherkapazität.
Tipp 4: Teilmodulares oder modulares Netzteil bevorzugen
Bei einem nicht modularen Netzteil sind alle Kabel fest angebracht, sodass Sie sich eventuell schwertun, nicht verwendete Kabel sinnvoll zu führen, was wiederum die Luftzirkulation und in der Folge die Rechnerleistung beeinträchtigen kann. Um nur die Kabel unterbringen zu müssen, die Sie tatsächlich brauchen, sollten Sie sich für ein modulares Netzteil entscheiden. Dieser Komfort ist jedoch mit höheren Kosten verbunden. Die goldene Mitte: Ein teilmodulares Netzteil bietet weniger Kabelsalat als ein nicht modulares – und ist preislich attraktiver als ein vollmodulares.
Tipp 5: Rechner an die Systemanforderungen des Wunschspiels adaptieren
Was wir bei den bisherigen Tipps zum Gaming-PC konfigurieren noch gar nicht erwähnt haben: Wenn Sie einen Rechner zusammenstellen möchten, um ein ganz bestimmtes Spiel zu zocken, sollten Sie im ersten Schritt die Systemanforderungen dafür analysieren und danach die Komponenten Ihres Computers gezielt darauf abstimmen.

Tipps zum Gaming-PC zusammenstellen, richtig nutzen
Mit unseren Tipps zum Konfigurieren des Gaming-Computers haben wir Ihnen einen groben Überblick gegeben, welche Komponenten Sie benötigen und worauf grundsätzlich zu achten ist. Nutzen Sie diese Informationen als erste Anhaltspunkte, wie Sie Ihren Rechner zusammenstellen sollten, um immer wieder faszinierende Gaming-Abenteuer zu erleben!